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Verfasst: 01.08.2005, 16:22:22
von Jacky777
jepp (gab es doch mal bei der süddeutschen, wo sie die tanzen gelassen haben *lol*

Heute die Schlagzeile in der AZ:
Die EU will Biergarten Bedienungen den weiten Ausschnitt im Dirndl verbieten. Stoiber protestiert ... bla bla angeblich Sonnenschutz...

Ich krieg die Krise, wer kümmert sich und erlässt solche Richtlinien...ein schwuler EU Kommisar, der nicht möchte, dass sein Bester so von diesen Dingern der Frauen belästigt wird :?:

und das alles von unserem Geld finanziert ... sag mal einer Araberin, sie muss die Hüllen fallen lassen :-))

LG Jacky

Verfasst: 02.08.2005, 05:59:24
von MR2-Blue
Jacky777 hat geschrieben: ....
Die EU will Biergarten Bedienungen den weiten Ausschnitt im Dirndl verbieten. Stoiber protestiert ... bla bla angeblich Sonnenschutz...
Bei dem ein oder anderen "Ausschnitt" vielleicht auch besser so :wink: ...

Verfasst: 02.08.2005, 07:45:17
von Jacky777
stimmt...aber ist halt Tradition, davon haben Nordlichter halt keine Ahnung :twisted: :P

LG Jacky

Verfasst: 02.08.2005, 07:50:37
von Fan
Jacky777 hat geschrieben:das schlimme ist und da hat zum Teil auch Fan recht:
wir denken doch alle so, wissen alle was los ist...
1.) danke
2.) und, wenn wir alle wissen was los ist, es uns allen stinkt... warum engagieren sich dann so wenig leute dafür daß etwas geändert wird?
(kann man, auch auf die gefahr hin mich zu wiederholen, am besten wenn man politisch initiative zeigt. in einer partei. egal welche farbe - das muß jeder mit sich ausmachen.)

aber stattdessen lehnt man sich eben lieber zurück und nörgelt, daß "die da oben" nichts auf die reihe kriegen... (hab ich bis vor kurzem auch.. aber was bringt das, außer irgendwann einem magengeschwür...?)

Verfasst: 02.08.2005, 07:57:07
von Jacky777
jepp Fan, würde ich wohl, wenn ich keine anderen Sorgen hätte :-)

Schau ich kämpfe gerade um den Erhalt der Brötchen auf'm Tisch (wie so viele) ... da wird die Zeit knapp für politisches Engagement...ich bin selbständig, da gibt es nix vom Staat, wenn nichts mehr weiter geht...
also muss man selbst zusehen, wie man über Wasser bleibt...

LG Jacky

Verfasst: 02.08.2005, 09:41:31
von Desertbyte
@Jacky: "um der Erhalt der Brötchen auf dem Tisch"

*sich wegschmeisst vor lachen* :D
Das ist mitunter die netteste Umschreibung für das auch nicht immer einfache Überleben von Selbstständigen die ich seit langem gehört hab. (auch ein Selbständiger bin)

Aber es ist schon teilweise dramatisch was die EU in ihrer Regulierungswut versucht zu ändern. Und auf die Dirndlausschnitte im Biergarten bezogen:
Ich denke das wenn es den Mädels dort irgendwann mal zuviel wird - dann melden die sich schon.

Allein was dieses blöde Intrastatmeldewesen an Zeit verschlingt... :twisted:

Verfasst: 02.08.2005, 15:49:21
von boxerfahrer
Mich dazu gesell.
Aber selbstständig ist auch falsch definiert:

Man arbeitet selbst, und das ständig.
Leider wird der Teil, der dann auch noch bezahlt wird und auf der Habenseite landet immer geringer.

Gruss
der Boxer

Verfasst: 02.08.2005, 16:14:41
von Jacky777
boxerfahrer hat geschrieben:Man arbeitet selbst, und das ständig.
Leider wird der Teil, der dann auch noch bezahlt wird und auf der Habenseite landet immer geringer.

Gruss
der Boxer
Da geht es aber zwischenzeitlich den Angestellten und uns gleich -
das genau ist ja das Problem: ...wer kein Geld zu kaufen hat, hat
auch keines um es auszugeben - also nix mit Wirtschaftsaufschwung :-)

Die Woche auf der Suche nach einem neuen Auftrag, hätte ich den Kerl am liebsten durchs Telefon gezerrt. Das sind Stundensätze die Mc Donalds zahlt: nur der Mitarbeiter dort muß nicht Steuern on Top abführen, sich selbst versichern, Urlaub und Krankheit heissen keine Einnahmen.

Du sagst es, andere kapieren das oft nicht, wenn ich halt abends oder am WE noch arbeite und die Brötchen auf dem Tisch immer weniger werden :-( (doch auch das ist bei den Arbeitnehmern wieder ähnlich: zurück in die 40 Std.-Woche von der wir uns (?) 1980 verabschiedet hatten, ach ja und man macht Änderungskündigungen, in denen die Arbeitnehmer unterschreiben, dass sie auf Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld verzichten...

Was bleibt ist immer noch den Kopf hoch zu halten, wie früher zu sagen: wird schon wieder :roll: ... nur die Kraft dazu...

Obendrein werden die Selbständigen noch von allen möglichen und unmöglichen Behörden und Verbänden gejagt...

Ich bekam so eine Austrittserklärung *g*
ich denke ich schick die mal ab :lol:

LG Jacky

doppelt gestraft: Steuerklasse I und selbständig *schluchz*

Verfasst: 02.08.2005, 17:31:17
von mwinands
Jacky777 hat geschrieben: Da geht es aber zwischenzeitlich den Angestellten und uns gleich -
das genau ist ja das Problem: ...wer kein Geld zu kaufen hat, hat
auch keines um es auszugeben - also nix mit Wirtschaftsaufschwung :-)


Du sagst es, andere kapieren das oft nicht, wenn ich halt abends oder am WE noch arbeite und die Brötchen auf dem Tisch immer weniger werden :-( (doch auch das ist bei den Arbeitnehmern wieder ähnlich: zurück in die 40 Std.-Woche von der wir uns (?) 1980 verabschiedet hatten, ach ja und man macht Änderungskündigungen, in denen die Arbeitnehmer unterschreiben, dass sie auf Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld verzichten...

Ich wollte gerade sagen.... die Arbeitnehmer sind nämlich auch in einer ziemlich heftigen Situation. Die 40 Std.-Woche existiert für genügend Menschen ja bereits....Zudem: Mein Bruder und auch ein Kumpel haben teilweise 50 Std. Wochen und noch mehr. Das ist auch nicht mehr witzig, aber da Jobs rar sind, muss man sich reinhängen. Und was Du von Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld erzählst, kann ich auch nur bestätigen. Gleichzeitig steigen Lohnnebenkosten. Klar, dass dann weniger Geld vorhanden ist.

Gruß

Martin

Verfasst: 02.08.2005, 17:34:36
von Jacky777
vielleicht sollten wir mal eine

Demonstrations-Tour

machen :lol: :lol: :lol:

binde auch gerne Frau Merkel an meinen Überrollbügeln fest
und guck, ob sie widerstandsfähig genug ist um Kanzlerin zu werden

*hüpf* Jacky

Verfasst: 02.08.2005, 17:43:12
von mwinands
Richtig ist auch die Sache mit den Renten nach der Wiedervereinigung. Das ist schlichtweg ein Skandal. Kohl hat damals ja von blühenden Landschaften, Westniveau und von ich glaub höchstens zehn Jahren Soli geredet - und heute? Alles blabla, nix da, das hätten die Fachleute doch wissen müssen. Der Ostblock hat sich doch nicht aufgelöst, weil sie keinen Bock mehr hatten, sondern kein Geld. Der eiserne Vorhang war doch nur noch Fassade. Tja, und dass man 40 gegensätzig verlaufene Jahre nicht von heute auf morgen kompensieren kann, ist doch eigentlich logisch, oder? Nun, und die Rentenlösung war nun die Krönung. Die Rentner, die jahrzehntelang in die Kassen eingezahlt haben und heute immer häufiger das Wort "Nullrunde" hören, tun mir sehr leid.

Noch was zum Engagement in Parteien: Ich bin da eher kritisch, weil ich denke, dass man auf Dauer "betriebsblind" wird. Man sieht alles nur aus Sicht der eigenen Partei. Genügend Politiker zeigen ja mangelnde Eigenkritik. Stattdessen fahren sie stur einen Kurs.

Aber alles Ansichtssache.

Gruß

Martin

P.S. Der Beitrag hat nix mit meinem Urteil zur Wiedervereinigung zu tun. Ich denke, da muss sich keiner auf den Schlips getreten fühlen. Ich sage es lieber mal dazu, weil man gerade im Internet doch viel falsch versteht und leider auch immer häufiger in diesem Forum.

CIAO

Verfasst: 02.08.2005, 18:08:18
von Desertbyte
Zum Thema Wiedervereinigung:

Ich hab dazu einige Bücher gelesen aus verschiedenen Ecken um mir da mal ne Meinung zu bilden:

Das Prob vor/während der Wi(e)dervereinigung war ja unter anderem das:

A.) Eigentlich keiner die Wahrheit hören wollte
B.) Die Schuldensituation der ehem. DDR unübersichtlich war
C.) Es erst auch am Anfang nicht ganz zu übersehen war wie kaputt das Land war.
D. Die Bürger der Ex-DDR kein Verständnis für ne Vereinigung auf Raten gehabt hätte. (Stichwort - Die DM kommt zu uns oder wir gehen zu ihr)

Sogesehen ne schwierige Lage für ne Regierung-egal welches Farbenspiel an der Macht gewesen wäre.

Aber eines ist klar: Es gibt auch in Europa nur ein Land das sich das überhaupt hat "leisten" können, dass die BRD. Kein anderes europäisches Land hätte das stemmen können.

Sogesehen ein Grund stolz zu sein, nur hätten die Karten in dem Aufwasch gleich mal strukturell gemischt werden müssen um langfristig den Atem zu haben.

Das zumindest meine pers. Meinung. :D

Verfasst: 03.08.2005, 07:35:54
von Fan
ich denke auch, daß es in sachen wiedervereinigung weitaus schlechter hätte laufen können. klar, es hätte auch um einiges besser laufen können, und es wäre darüber bestimmt niemand böse gewesen (wenn es besser gelaufen wäre)

aber wir haben es angefangen (was richtig war!) und wir müssen es komplett durchziehen.

ob die brd das einzige (europäische) land ist, das sowas "drauf hat" mag und will ich nicht beurteilen.

fakt ist, wir haben ein ganz gutes wegstück - mit vielen vielen schlaglöchern und geröll auf der strecke - hinter uns, aber am ziel sind wir nocht nicht. nur rumdrehen wäre feige!
(und langweilig... die kurven die hinter uns liegen kennen wir ja schon :P )

Verfasst: 03.08.2005, 11:08:20
von Roadstermaniac
@Desertbyte: Guter Beitrag!!! Sehe ich als Wessi genauso!

Verfasst: 03.08.2005, 11:15:34
von Jacky777
ist das klar rübergekommen, dass ich nicht gegen die Wiedervereinigung bin/war?

Gemeint waren die Verträge dazu, die zum Teil so nicht hätten unterschrieben werden müssen. Die Sache an sich war völlig o.k. -
es ging hier in dem was ich bemängle um die sogenannten Russland-Deutschen ... und was aus den Geldern "Aufschwung Ost" geworden ist. Klar musste auch investiert werden, aber das hätte auch Früchte tragen müssen... (suchen wir Früchte im Säckel Kohl und ein paar anderen?)

Während es dem "armen" Russland gar nicht so schlecht geht, denn an allen Urlaubsorten sonnen die sich mit Fullservice-Paketen, die sich unsereiner gar nicht leisten kann ... wozu ein Land unterstützen, dem es doch so gut geht? ... das selbst genug im Krieg angerichtet hatte (oder etwa nicht?) ... da wäre ich eher für Unterstützung an wirklich arme Nationen in Afrika, wo Kinder verhungern...

Sorry, aber das wollte ich nochmal klargestellt wissen, bevor hier irgendwelche Meinungen aufkommen: Jacky ist gegen die Wiedervereinigung, was ja falsch wäre!!

LG Jacky

...vielleicht ist es nicht von Vorteil, wenn man ein paar Jahre älter ist und die Dinge eben noch live mitbekommen hat (o. noch Eltern hatte, die live erleben mussten) - da wird man offensichtlich von manchem Jüngeren falsch verstanden...