
Durch seine kaum zu übertreffende klassische Karosserieform ist der "Big Healey" bei einer großen Anzahl von Sportwagenliebhabern als Jugendtraum verankert. Bereits der erste Hundred schaffte mit seinen 91 PS eine Spitze von 100mph. Das Heckgetriebene Modell wurde vom 2.6 Liter großen Austin A90 4-Zylinder angetrieben und verfügte über ein Dreiganggetriebe mit Overdrive. Zahlreiche Rennsiege führten zum Sondermodell 100S mit Scheibenbremsen, 132 PS und einer Leichtmetallkarosserie. Ca 13000 Vierzylinder verliessen die Werkshallen.
1956 wurde der Healey zur Sau (the pig), wie Pat Moss, die Schwester von Sir Stirling Moss, anmerkte. Der Healey bekam einen Reihensechzylinder. Sein Spitzname kommt nicht von ungefähr - laut und hart gefedert und durch die Hitzeabstrahlung des Motors im Fahrerraum bei geschlossenem Verdeck unerträglich heiß. Doch nicht nur der Motor, auch die Karosserie wuchs. Die neuen Notsitze hinten vergrößerten den Radstand und erhöhten das Gewicht. Anfangs leistete der 6-Zylinder 103 PS, später 118, diverse Sondermodelle leisteten gar bis zu 150 PS. Bis 1959 wurden über 14000 100/6 produziert
Das Ende, des besonders in den USA erfolgreichen Roadsters, kam 1959, als das Modell 3000 vorgestellt wurde. Bis 1968 wurde das Modell 3000 in den Versionen MK I bis III über 42000 mal gebaut. Die recht komplizierte Verdeckplane des Hundred wurde beim 3000 gegen ein Klappverdeck getauscht, die Steckscheiben gegen per Kurbel zu versenkbare Exemplare ersetzt. Der 2,9 Liter Motor leistete 124, später 148 PS. Zum entsetzen der Fans kam 1968 das plötzliche aus durch den BMC Konzern, der zugunsten des TR 5 "The Pic" aus dem Programm genommen hat.
Die Faszination des Austin Healey besteht auch Heute noch. Lutz Leberfinger stillt den Wunsch der Enthusiasten nach einem Big Healey mit einer wunderschönen Replika - dem HMC MK IV mit 8 Zylinder Motor
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