BMW 502 Kabriolett

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"Barockengel" mit Sechs- oder Achtzylinder

Auf besonderen Wunsch konnten finanzstarke Kunden in der Zeit des so genannten deutschen Wirtschaftswunders den BMW 502 mit V8-Motor auch als zwei- oder viersitziges Cabriolet ordern. Den Aufbau der offenen Karosserie übernahm die Firma Baur in Stuttgart, die bis in die 90er Jahre als "Hausschneider" von BMW Aufträge dieser Art übernahm. Nur wenige Exemplare des Cabriolets wurden gebaut und für rund 20 000 Mark verkauft.

Die junge Bundesrepublik steht 1954 in voller Wirtschaftsblüte. Die Schäden des Kriegs sind größtenteils behoben, deutsche Waren im Ausland begehrt. Deutschland wird Fußballweltmeister und die Lufthansa nimmt ihren Dienst wieder auf. In der Aufbruchstimmung strebt BMW mit dem großen 4,73 m-Wagen deshalb wieder in höhere, lukrativere Klassen. Mit seinen geschwungenen Linien handelt er sich bald einen Spitznamen ein: "Barockengel" nennt ihn der Volksmund.

Vorgestellt wurde der 502 auf dem Genfer Automobilsalon im März 1954, sein Erkennungsmerkmal war der verchromte V8 Schriftzug am Kofferraumdeckel. Er hatte den ersten deutschen Nachkriegs-Achtzylinder und den ersten in Serie gebauten Leichtmetall-V8 der Welt. 1955 bekam der 501 einen leicht modifizierten V8 mit 95 PS, 1957 folgte der 3.2 Liter V8 mit 140 PS für den 502.

Neben den von Baur umgebauten Karosserien fertigten auch noch Autenrieth und Graber Cabrioaufbauten für den Barockengel.

Insgesamt wurden ca 22 000 BMW 501 hergestellt, wovon nur wenige zum Cabriolet umgebaut wurden. Die erste Version des "Barockengel" mit 6 Zylinder wurde gar nur 45 mal als Cabrio umgebaut.

Informationen: BMW

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