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BMW 507 Roadster - Cabrionews.de -
| BMW 507 Roadster |
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V8 Roadster die Legende von BMW
War der 328 der sportliche Wegbereiter der 30 Jahre, so setzte Mitte der 50er Jahre der
nächste Sport-Zweisitzer ganz neue Akzente in Design und Eleganz: der BMW 507. Als
Graf von Goertz 1955 in New York erstmals das Tuch zog von seiner Kreation eines
zweisitzigen offenen Sportwagens, dem BMW 507, präsentierte er nicht nur ein neues Auto
- er setzte auch einen designerischen Maßstab. "BMW hat sogar die Italiener geschlagen",
hieß es damals in den Gazetten. Lang gestreckte Seitenlinien, ein geschwungener Aufbau
und eine nicht enden wollende Motorhaube bestimmen das zeitlos schöne Design dieses Traumautos.
Kein Wunder, dass die Schönen und Reichen damals alle ein solches Automobil aus München
haben wollten; und das zu einer Zeit, in der BMW vor allem mit Motorrädern und Kleinwagen
von sich reden machte. Der BMW 507 wurde weitgehend in Handarbeit und nach individuellen
Kundenwünschen gefertigt. Unter den betuchten Käufern sind zahlreiche klangvolle Namen des
In- und Auslandes, darunter auch der "King of Rock'n'Roll", Elvis Presley.
Max Hoffman der größte Importeur europäischer Automobile für den
amerikanischen Markt war nicht nur der Mann der die Produktion des
Mercedes 300 SL und 190 SL und des Porsche 356 Speedster anregte sondern auch
für den Bau des 507 mitverantwortlich ist. Er brachte BMW mit Goetz zusammen und
drang darauf einen V8 Sportwagen für den US Markt herzustellen.
Ernst Loof seineszeichens ehemaliger BMW-Rennleiter und Gründer von Veritas
und nun Leiter der BMW Forschungs und Entwicklungsabteilung überarbeitete den aus
dem 502 bekannten V8 Motor
Vom Einfallsreichtum des BMW Ingenieures zeugt die trickreiche Befestigung der
Kipphebelwellen:
Die inneren Halteschrauben der Lagerböcke waren wie die Stoßstangen aus Duralstahl und reichten
durch den ganzen Zylinderkopf bis hinunter ins Gehäuse. So konnten sie auch im Übergang vom
kalten zum warmen Betrieb einen gleichbleibenden Abstand zum Kurbelgehäuse gewährleisten,
wenn sich die Metalle unterschiedlich schnell erwärmten. Das Resultat war ein ausgezeichneter
Ventilspielausgleich zwischen kaltem und warmem Betrieb. Die Werbung griff diese Konstruktion
damals als "automatischen Ventilspielausgleich" auf. Die Ventile selbst standen im 12*-Winkel
zur Zylinderachse parallel nebeneinander. Es war also kein Querstromzylinderkopf heutiger
Prägung, bei dem sich die V-förmig hängenden Ventile gegenüber stehen. Dafür sparte diese
Anordnung Baubreite, die unter der 507-Haube auch nicht übermäßig zur Verfügung stand.
Baur in Stuttgart übernahm wieder einmal den Bau der Aluminiumkarosserie durch die das Gesamtgewicht
des bis zu 195 PS starken Roadsters auf ca 900kg gehalten werden konnte.
Zwischen 1956 und 1959 fand der 507 Roadster nicht die von Max Hoffman erhofften 5000 Käufer
sondern nur 252 stolze Besitzer. Vermutlich lag es am Preis, ein 215 PS starker 300 SL kostete
mit 29000 DM nur 2500 DM mehr.
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