BMW Z3 Roadster

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Lange Haube, kurzes Heck, tiefe Sitzposition = ZZZ

1995 debütierte der Z3, der erste BMW aus Amerika. Er wurde ausschließlich im Werk Spartanburg/South Carolina hergestellt und von dort in alle Welt exportiert. Kein anderer Wagen verkörperte Mitte der 90er Jahre die Philosophie von BMW so ursprünglich wie der Z3: Freude am Fahren. Und jede Karosserieform auf ihre Weise: der Z3 roadster als offenes Erlebnisfahrzeug, das 1998 dazu gekommene Z3 coupé als reinrassiger Sportwagen.

Den formenden Vätern des Z3 war der Kunstgriff gelungen, ein durch und durch modernes Auto mit den sympathischen Zutaten von Sportwagen aus der BMW Vergangenheit zu einer harmonischen Synthese zu verschmelzen. Aus dem Stand wurde er zum erfolgreichsten Fahrzeug seines Segments.

Der Z3 hatte den Motor vorn und den Antrieb im Heck, einen relativ langen Radstand, eine breite Spur vorne und hinten, kurze Karosserieüberhänge für eine kompakte Länge, eine nahezu paritätische Achslastverteilung, einen niedrigen Schwerpunkt, eine straffe, aber dennoch komfortable Federung und Dämpfung, eine sehr direkte, präzise und servounterstützte Zahnstangen-Lenkung und natürlich eine leistungsfähige, standfeste ABS-Bremsanlage mit Scheiben rundum. Das Ergebnis dieser Komposition ist bis heute, dass man die Z3 -Tür am liebsten von innen zumacht.

Das Fahrverhalten zeichnet sich aus durch herausragend präzise Lenkeigenschaften mit gutmütigem Einlenkverhalten, hohe erreichbare Querbeschleunigungen bei geringer Seitenneigung, leicht untersteuerndes Fahrverhalten im Grenzbereich und gutmütiges Lastwechselverhalten in Kurven. Neben den BMW Modellen mit Vier- und Sechszylindermotoren gab und gibt es den Z3 auch in zwei M Versionen: M roadster und M coupé hatten den 3,2 Liter großen Hochleistungsmotor des M3 mit 321 später 325 PS Leistung unter ihren bulligen Hauben.

Der Roadster bekam im Frühling 2000 ein Facelift. Alle Modelle hatten nun das breitere Fahrwerk des 6-Zylinders das den Hintern des Autos wesentlich angehmer erscheinen läßt. Nur ein halbes Jahr wurde der 2.0 Liter angeboten der mit Einführung der neuen Motorengeneration im Herbst 2000 durch den 2.2 abgelöst wurde. Das ausgewogenste Modell dürfte der zuletzt anstelle des 2.8i angebotene Z3 3.0i sein. Mit seinen 231 PS beschleunigt er den Roadster in knapp 6 Sekunden auf 100km/h, ist im Unterhalt aber wesentlich günstiger wie sein brachialer
Bruder mit dem M am Heck.

Foto oben: Z3 2.8 nach dem Facelift von Helmuth Kastl

 Modell 1.8 1.9 2.2 2.8 3.0 M

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