Jensen-Healey

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Early Interceptor

Bereits 1928 begannen die Brüder Alan und Richard Jensen damit Autos zu bauen. Wie seinerzeit durchaus üblich beschränkten sie sich jedoch darauf, eigene Karosserien auf bereits vorhandene Chassis zu montieren. Vorzugsweise handelte es sich dabei um die populären Modelle Austin Seven und Sunbeam; für den amerikanischen Markt wurden aber auch Chassis der Ford Werke, ausgerüstet mit einem V8-Motor benutzt. So entstanden bis zum ersten Weltkrieg eine Vielzahl von offenen Jensen Fahrzeugen, für die sich u.a. an so berühmte Zeitgenossen wie Clark Gable interessierten.

Als eines der ersten "echten" Serienfahrzeuge wurde 1937 der "Jensen 3 ½ Liter", der sog. Jensen S-Type, präsentiert, der bereits vom Start weg als Cabriolet erhältlich war. Auf der Londoner Motorshow 1938 wurde dann bereits der H-Type präsentiert, der dem S-Type sehr ähnlich, allerdings länger und schwerer war, und vor allem über einen 4 ½ Liter Motor verfügte. Parallel zur Serienfertigung wurden in diesem Zeitraum allerdings auch verschiedene Spezialkarosserien angefertigt. U.a. weiß man von einem sog. Jensen Cabriolet Typ HL, das von einem Lincoln V12-Motor angetrieben wurde. Mit Ausbruch des zweiten Weltkriegs mussten die Jensen-Werke, wie auch zahlreiche andere Automobilproduzenten ihre Fertigung größtenteils einstellen und sich statt dessen mit der Produktion von "kriegswichtigen Gütern" befassen.

Das erste Jensen Cabriolet der Nachkriegszeit wurde 1948 auf der Earls Court Motor Show in London präsentiert, der Jensen PW Straight Eight, ausgerüstet mit einer knapp 3,9 Liter großen Austin Maschine. Bereits 1949 wurde dann der Prototyp des Jensen Interceptor gezeigt, der sich trotz der Namensgleichheit erheblich vom späteren Interceptor (Foto oben) unterschied, von dem allerdings - selbst für Jensen Maßstäbe - nur sehr geringe Stückzahlen platziert werden konnten. Dem damaligen Zeitgeist entsprechend verlagerte sich der Schwerpunkt der Produktion mit Beginn der 50-er Jahre auf geschlossene Karosserieformen. Erst im Juni 1964 präsentierte die Jensen Motors Ltd. mit dem C-V8 Coupe Cabriolet wieder ein offenes Serienfahrzeug, das mit einem amerikanischen V8-Motor ausgerüstet war.

Informationen und Foto: Horst Manner-Romberg

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