| Jensen Interceptor |
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Abfangjäger mit aussergewöhlichem Luxus 1965 wurde dann der Prototyp des neuen Interceptor Cabriolets der Öffentlichkeit vorgestellt.; es sollte jedoch noch bis zum März 1974 dauern bis ein Jensen Interceptor Convertible zum Kauf angeboten wurde. Bereits unter den ersten Entwürfen des von der italienischen Karosserieschmiede Touring gezeichneten neuen Interceptor Coupes im Jahre 1966 fanden sich Skizzen eines offenen 2+2 Sitzers. Seine Premiere als Cabriolet erlebte der Interceptor jedoch erst 1974; Jensen-Chef Qvale kündigte die neue Baureihe am 22. März selbstbewußt als eine Alternative zum Rolls-Royce Corniche an, der seinerzeit in den USA für $50,000 verkauft wurde. Zum Zeitpunkt seiner Markteinführung gab es für das Interceptor Convertible lediglich zwei Wettbewerber im britischen Markt: den Bentley Convertible und den Rolls-Royce Corniche, der seinerzeit für unglaubliche £16,343 verkauft wurde. Dem gegenüber stellte der Jensen mit einem Preis von £9,863 geradezu ein Sonderangebot dar. Das Cabriolet basiert auf der gleichen technischen Basis wie auch das Coupe: 440ci Chrysler V8 mit einem TorqueFlite Automatikgetriebe. Eine Besonderheit der Cabriolets waren die sog. coach lines - handgemalte Seitenstreifen - die Coupefahrer gegen einen Aufpreis von £8.53 bestellen konnten. Darüber hinaus unterschied sich die Optik der Cabriolets durch die Lüftungsschlitze in der Motorhaube ...... und darin, dass es kein rotes Cabriolet gab. Weder in den seinerzeit populären Tönen Racing Red, Signal Red, Flag Red, Guards Red, Ferrari Red noch in Porsche Red. Last but not least: Alle seit Oktober 1974 produzierten Convertibles verfügten über das wunderschöne Holz-Armaturenbrett, für das sich seinerzeit Firmenchef Quale persönlich eingesetzt hatte. Nicht nur aufgrund seiner Exklusivität, sondern auch aufgrund seiner hervorragenden Fahreigenschaften wurde der Interceptor schnell zum bevorzugten Fahrzeug zahlreicher Prominenter: Harold Robbins (2310/9638), Cher, Bono und selbst Frank Sinatra finden sich auf der Kundenliste. Finanzier Winthrop P. Rockefeller besaß gleich mehrere Jensens, einschließlich eines grünen Cabriolets; ebenso John Bonham, Schlagzeuger der bekannten Rockband Led Zeppelin, der eines der seltenen rechtsgelenkten Cabriolets mit Holzarmaturenbrett sein eigen nannte. Darüber hinaus ist bestätigt, dass zahlreiche Convertibles ihren Weg vom Werk in West Bromwich direkt nach Bahrain, Oman und Saudi Arabien fanden. Auch heutzutage kann der Interceptor Convertible als das begehrteste Fahrzeug der Marke Jensen angesehen werden. Stückzahlen des Interceptor: 505 Exemplare, davon 257 als LHD (Stückzahl betrifft ausschließlich Convertibles; Des weiteren existieren vom Werk produzierte Interceptor mit Hemi-Motoren, sog. Stage IV, die den Wagen immerhin in 5,9 Sekunden auf 100 km/h beschleunigten. Darüber hinaus wurden von 1983 bis 1992(!) 14 Exemplare des sog. Typ 4 gebaut (LHD und RHD), die mit einem Chrysler 360ci V8 Motor und dem TorqueFlite-Getriebe ausgerüstet waren. Wie viele Cabriolets sich darunter befanden ist nicht bekannt. Diese Fahrzeuge wurden quasi aus den Resten des Werkes heraus durch eine Auffanggesellschaft gebaut, die darüber hinaus Umsätze durch die Restauration von Jensen Fahrzeugen erzielte und ebenfalls als Jensen Werke (Jensen Cars Ltd.) firmierte. Informationen und Foto: Horst Manner-Romberg |
| Modell | Interceptor Conv. | Interceptor S4 Conv. |
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