Lotus El

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Silberpfeil von der Insel

1948 begann der Ingeneur Colin Chapman seine ersten eigenen Sportwagen zu bauen. Der Lotus MK1 entstand auf Basis eines schrottreifen Austin Seven im Hinterhof des väterlichen Pubs in der Tottenham Lane in Hornsey. .

Chapman baute in der Hinterhofwerksstatt bis 1955 nebenberuflich über 100 Autos zusammen, es handelte sich um Kleinserien für den Rennsport die verschiedenste Motoren hatten. 1955 gab Chapman seinen Beruf bei der British Aluminium Company auf um sich intensiver um die Produktion der Autos zu kümmern.

Zusammen mit dem Aerodynamikexperten Frank Costin baute Chapmann im selben Jahr den Lotus Mark 9. Er wollte mit diesem Auto erstmals an einer internationalen Veranstaltung antreten um den Namen Lotus bekannt zu machen.

Basis war Lotus erster stromlinienförmiger Sportwagen, der Mark 8 von 1954. Da Reparaturen aufgrund der miserablen Platzverhältnisse im Motorraum während einer Rennveranstaltung nur schwer möglich waren wurde der 85 PS starke MG Motor gegen einen Coventry Climax Motor, ein Motor der eigentlich von Feuerwehr und Militär als Stationsgerät verwendet wurde, ersetzt. Dieser kleine und sehr leichte Motor ermöglichte es die Karosserie des Mark 8 noch kompakter zu gestalten und das Gewicht weiter zu reduzieren.

Am 12.06.1955 startete Chapman mit dem Mark 9 bei den 24 Stunden von Le Mans. Für die Nachtstunden des Rennens gab es bei dem in Le Mans eingesetzten Auto Scheinwerferaufsätze die aus aerodynamischen Gründen nur bei Bedarf ausgeklappt werden konnten.

In Le Mans fuhr Chapman seine schnellste Runde mit einen Schnitt von 157 km/h, den Zieleinlauf erlebte er allerdings nicht auf der Strecke. Nach einem Ausrutscher ins Kiesbett versuchte er sich im Rückwärtsgang zu befreien was dazu führte das er die schwarze Flagge gezeigt bekam. Es gab somit keinen Pokal, für Chapman war es aber das erstemal das sein Firmenname auf einer internationalen Starterliste erschien und somit war sein Ziel erreicht. 2 Jahre später kam für Lotus mit dem Super 7 der Durchbruch.

Der hier abgebildete Mark 9 war bei der Mille Miglia 2004 zu sehen, sicherlich eines der Fahrzeuge im Feld mit der beeindruckendsten Patina, Colin hätte es gefallen.

 Modell Lotus 9

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