Panther J72

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Hommage an den SS 100

Robert Jankel, ein Liebhaber klassischer Automobile, gründete 1971 die Panther West Winds. Sein erstes Projekt war ein Nachbau des legandären (Jaguar) SS 100 aus den 30er Jahren. Mit dem J72 konnte Jankel dank moderner Jaguartechnik erste Erfolge feiern.

Eigentlich hattte Robert Jankel den J72 als Einzelstück für sich selbst gebaut. Die positive Resonanz auf das Auto veranlasste Ihn aber 1972 dazu das Modell in einer Kleinserie zu produzieren.

Der Name Panther zeigt die Verwandschaft zu Jaguar, die 72 steht für das erste Produktionsjahr des Nachbaus. Als Antrieb diente Anfangs der 3,8 Liter 6 Zylinder von Jaguar, auch Instrumente und Fahrwerkskomponenten stammen aus Coventry. Ab 1974 lieferte Panther den J72 auch mit dem 5,3 Liter V12 aus, dieses Modell blieb jedoch mit nur 12 hergestellten Exemplaren sehr selten. Nicht nur da die Technik wesentlich teuer war sondern auch weil die seitlichen Motorraumabdeckungen aus Platzgründen eine unschöne Wölbung bekamen, die das traditionelle Erscheinungsbild des 2 Sitzers zerstörten. Spätere Modelle kamen in den Genuss des 4,2 Liter 6 Zylinder Jaguarmotors.

Chassis und Karosserie waren so einfach wie möglich aufgebaut. Auf den beiden Starrachsen sitzt ein Stahlrohrrahmen, die Karosserie besteht teilweise aus Aluminumanbauteilen. Die Kunden hatten die Wahl zwischen einem 3 Gang Automatikgetriebe uoder dem 4 Gang Schaltgetriebe das in den meisten der 300 produzierten J72 zu finden ist.

Wie die meisten Panthermodelle ist, bedingt durch die neue Technik und dem Design von Robert Jankel, auch der J72 nicht ganz stilecht, teilweise wirkt er durch die seitlich sichtbaren Auspuffrohre schon fast vulgär, eben etwas ganz Besonderes.

Das Foto entstand auf einem Cloppenburger Oldtimertreffen. Abgebildet ist eine Version mit 6 Zylindermotor.

Im laufe der 70er Jahre produzierte Panther eine Vielzahl unterschiedlicher Nachbauten, der erfolgreichste war der recht eigenständige Panther Lima. Das größte Modell, der Panther De Ville ist hier nicht aufgeführt. Auch von diesem Bugattinachbau wurden eine Handvoll offener Fahrzeuge hergestellt. Hohe Entwicklungskosten und Absatzprobleme auf dem amerikanischen Markt führten 1979 zum Konkurs der Marke.

Die Südkoreanische Jindo Gruppe übernahm 1980 die Marke. Geschäftsführer Young C Kim nahm bis auf dem Lima alle Modelle aus dem Programm. Unter dem Namen Kallista verkaufte sich nun das einzige Modell der Marke recht gut. Panther versuchte noch mit einem geschlossenen Modell sich auf dem Markt zu etablieren. Das Solo genannte Modell mit Allradantrieb und Mittelmotor aus dem Ford Cosworth konnte sich jedoch wegen dem hohen Grundpreis von knapp 40000 Pfund nicht durchsetzen, womit das letzte Modell 1990 vom Markt verschwand.




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